HandsOn Event: Moser & Cie Streamliner Pump und andere Neuheiten von der Watches & Wonders bei Bucherer

Ich war letzte Woche bei Bucherer eingeladen, um die neuen Uhren von Moser & Cie, die auf der Watches & Wonders in Genf vorgestellt wurden, am Handgelenk zu bewundern. Die Pump wurde auf Instagram und Tiktok ordentlich gehypt und so ganz habe ich den Hype nicht verstanden. Für mich sah die Uhr aus wie eine etwas bessere Swatch. Nichts gegen Swatch Uhren, ich finde viele sehr kreativ und tolle Einstiegsmodelle aber von Moser habe ich etwas anderes erwartet.

Moser& Cie Streamliner Pump ist die erste wirklich teure Uhr, die ich gern hätte und keine Angst hätte, wegen ihr ausgeraubt zu werden.

Aber am Handgelenk kann die Streamliner Pump nicht weiter von einer Swatch entfernt sein. Was für eine fantastische Uhr. Und sie ist super bequem. Ich glaube bis heute nicht, dass sie wirklich 40mm sein soll, sie trägt sich eher wie meine 36mm Rolex Datejust, meine momentan mit Abstand bequemste Uhr. Auch war ich bis jetzt wirklich kein Fan von Kautschuk-Armbändern, das an meiner Baume & Mercier Riviera ist okay, aber ich würde sofort auf Leder wechseln, wenn es das für die 42mm Variante der Riviera gäbe. Das Kautschukband bei der Pump sitzt so, als wäre es integriert, aber es ist ein Schnellwechselarmband und prinzipiell kann man jedes Armband der Streamliner Serie an der Pump verwenden. Die Uhr sieht bestimmt auch richtig spannend mit dem Keramik Bracelet aus.

Streamliner Pump Black

Aber das coolste an der Pump ist natürlich das Uhrwerk und die Verbindung mit der Kooperation mit Reebook und dem gleichnamigen Sneaker. Der Schuh aus den 80ern konnte aufgepumpt werden und die Uhr kann auch aufgepumpt werden. Dieses kurze Video zeigt die Kooperation ganz gut. Prinzipiell ein Handaufzug, gibt es einen orangenen Knopf an der Seite und wenn man den drückt, wird ca. eine Stunde Laufzeit hinzugefügt. Völlig nutzlos, automatik und Handaufzug sind völlig ausreichend, aber nicht nur ziemlich witzig und cool, sondern auch eine mechanische Meisterleistung, wenn man sich überlegt, wie viel Druck auf das grazile Uhrwerk mit jedem Pump ausgeübt wird. Wirklich eine der coolsten „Komplikationen“ der letzten Jahre für mich.

Preislich ist die Uhr für Moser Verhältnisse gar nicht mal so teuer, aber mit ca 37.000 Euro natürlich eine Hausnummer. Das coole daran ist, dass die Uhr nur 250 Mal in schwarz und 250 Mal in weiß hergestellt wird, die Wahrscheinlichkeit, dass ausser dem informierten Uhrennerd irgendjemand diese Uhr als teure Uhr identifizieren wird, ist gleich null. Klar, in manchen Städten sollte man sie trotzdem nicht tragen, aber die Uhr wird einem trotz ihres stolzen Preises nicht sofort zur Zielscheibe für einen Raum machen.

Die Moser & Cie Endeavour Tourbillon Skeleton ist die erste Skeleton Uhr, die ich wirklich schön fand

Mir wurden noch andere Uhren von Moser gezeigt, und ich muss zugeben, dass ich bisher die Uhren als zu laut, zu bunt, zu weiß ich nicht, abgetan habe, aber sie mal in echt und am Handgelenk zu sehen hat mich zu einem kleinen Fanboy gemacht. Die Streamliner Minute Repeater ist mechanisch bestimmt richtig cool, aber sie war mir viel zu hoch und bulky – und Uhren sind für mich dann doch vor allem Design/Schmuck-Stücke. Die kleinere 34mm Variante fand ich richtig toll, vor allem das ganz leicht glitzernde Ziffernblatt. Aber ich möchte noch die Endeavour Tourbillon Skeleton ind Rotgold erwähnen. So eine wunderschöne und ausgeglichene Uhr. ich finde das deshalb bemerkenswert, weil ich Skeleton-Uhren zwar schon irgendwie cool finde, aber auch meist einfach zu gewollt, zu gezwungen.

Aber gerade in Rotgold und der wirklich filigranen Technik des Werkes kann man einfach ein richtig hochwertiges Uhrwerk bei der Arbeit betrachten und hat immer noch eine recht dezente Dresswatch am Arm, die aber ganz sicher nicht nur zum Anzug gut aussieht.

Alles in allem bin ich wirklich froh zum dem Event gegangen zu sein und meine anfängliche Skepsis komplett abgelegt zu haben. Moser rockt wirklich hart. Danke an Bucherer, Adrian Jierscheck und Philipp T. Schlatter für den wundervollen Abend. Ganz nebenbei muss ich auch noch erwähnen, dass der Bucherer Gin wirklich vorzüglich schmeckt.

Disclaimer: Ich wurde zu dem Event eingeladen, habe aber weder Geld noch eine andere Bezahlung erhalten. Ich schreibe über die Uhren nur aus Begeisterung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert